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Prora auf Rügen an der Ostsee/Urlaub für Arbeiter
In einem der schönsten Landschaftsbereiche Rügens, in der Schmalen Heide ab der Prorer Wiek an der Ostsee, befindet sich seit Ende der dreißiger Jahres des 19. Jahrhunderts ein in seinen Ausmaßen und und in seiner Gestaltung Aufsehen erregende Architekturruine. Es handelt sich um das zwischen Binz un dem Fischerort Neumukran geplante Seebad Rügen der Nationalsozialisten. Da die gesamte Anlage seit dem Ende der 40iger Jahre bis 1990 nicht der Öffentlichkeit zugänglich war und das Gelände beidseitig der Straße Binz-Mukran-Sassnitz an der Ostsee mit militärischen Einrichtungen gesperrt war, konnten sich viele Legenden, Vermutungen und Gerüchte um das nicht fertig gestellte KdF Seebad formen. Zum Beispiel gibt es die Behauptung, dass es die gesamte Anlage in dieser Form noch einmal in Argentinien geben solle. Der betonierte und mit Klinker sowie Bruchsteinen verkleidete Kai mit den vorgesehenen 2 Anlegebrücken für Schiffe soll angeblich auch einen U-Boot Hafen enthalten. Ein weiteres Gerücht ist, dass alle 8 Unterkunftsgebäude durch 4 unterirdische Geschosse miteinander verbunden seien. Begehungen der Gebäude zeigten, dass alle Trakte zwar mit Versorgungskanälen für Energie- und Wasserleitungen verbunden sind, es jedoch keine Gänge gibt.
Nach der Freigabe des Geländes Prora an der Ostsee durch die Bundeswehr hat sich das Interesse der Einheimischen, aber auch der Gäste und Urlauber, auch aus Prerow, dieser unvollendeten Einrichtung gewidmet. Zudem setzte nach der kangen Zeit des Verschweigens eine umfangreiche Auseinandersetzung in den Medien und in der Geschichtsforschung ein. Die Diskussion wird weiter verschärft durch die bis heute noch nicht entschiedene Nutzung der Anlage. Mit genauerer Kenntnis zeigt sich, dass es sich bei diesem Bau um eines der größten Bauvorhaben dieser Zeit und um das wohl Größte des Architekten Klemens Clotz handelt. Dabei werden viele detailfragen relevant, dir nur in Zusammenhand mit ehemalig Zuständigen und Nutzern der Anlage erschlossen werden können. Im Jahr 1935 gab die Regierung die Planung von 5 Seebädern für jeweils 21000 Urlauber an der Ostsee bekannt, die den Arbeitern 10 Tage Urlaub bieten sollten. Das 1. dieser Seebäder sollte auf Rügen an der Ostsee geplant, weitere sollten in Kolberg, am Timmendorfer Strand geplant. Die Rolle ist widersprüchlich. Zum einen sollten sie den Arbeitern Urlaub und Erholung bieten, andererseits aber auch die Ideologie des Staates weiter stärken. Der Architekt Clotz hatte seinen Entwurf 1935 überarbeitet und dem Wettbewerb eingereicht.
Die Gesamtkonzeption der Anlage wurde beibehalten. Veränderungen gab es bei der Gestaltung der Unterkunftstrakte und des zentralen Platzes. Der Staatschef selbst wählte den modifizierten Entwurf zur Realisierung aus. In den Jahren 1936 und 1937 arbeitet Clotz in Prerow an der Ostsee die Realisierung des Projektes aus. Die Umsetzung des Großprojektes an der Ostsee ging recht flott voran. im Juli 1935 wurde das geeignete Grundstück in dem Naturschuptgebiet der Schmalden Heide erworben. Die Grundsteinlegung geschah am 01.04.1936. Im April 1938 setzte dann der straff organisierte Hochbau an der Ostsee ein. In Rund 18 Monaten wurde das Projekt Rohbaufertig. Die Fertigstellung der gesamten Anlage war bis 1941 geplant. Nach Ausbruch des Krieges wurden die Arbeiten an der Anlage für den Ostseeurlaub jedoch stark verringert. Werbeartikel - Hier finden Sie preiswerte Werbegeschenke und Werbeartikel. Informationen 1 - Informationen 2 - Bansin - Darss - Hiddensee - Mecklenburg-Vorpommern - Prora - Rostock - Urlaub - Usedom
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